Einführung

Einführung

Die Geschichte der Integrierten Medizin zu erzählen ist nicht ganz leicht. Vielleicht ist es aus Gründen der Übersichtlichkeit hilfreich, sie in zwei Teile zu untergliedern: in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Diese Trennung ist rein didaktischer Natur und soll lediglich einem besseren Verständnis dienen. Theorie und Praxis lassen sich nie voneinander trennen. Weiterlesen

Zur Praxis

Die Geschichte der Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin

Die Gründungsmitglieder der AIM: Rolf Adler, Karl Köhle, Thure von Uexküll, Antje Haag, Wulf Bertram, Jörg M. Hermann (v.l.n.r.).

Basierend auf den unten ausgeführten theoretischen Überlegungen wurde die Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM) im Sommer 1992 gegründet und im Frühjahr 1993 als gemeinnütziger Verein registriert. Weiterlesen

Die praktische Arbeit der AIM

Die Modellwerkstatt dient der Weiterentwicklung des theoretischen Modells der AIM. © Sven Eisenreich

Aufgrund ihrer dezentralen Struktur arbeitet die Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin auf verschiedenen Ebenen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten. Weiterlesen

Mundus Annus Homo – Das Zeichen der AIM

Die Gründer der Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM) wählten als Logo für die Akademie ein kreisförmiges Diagramm, das den Titel: „Mundus Annus Homo“ trägt. Weiterlesen

Integrierte Medizin in der täglichen Arbeit

Vorstand der Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM). © Sven Eisenreich

Die Medizin geht heute von einem Menschenbild aus, das den Menschen als „autark“ definiert, und das seine Umgebung – zu der für den Arzt auch seine Patienten gehören – als „objektive, für alle gleiche Realität“ versteht, die technisch manipuliert werden kann und muss. Für dieses Menschenbild sind Krankheit und Behinderung technische Probleme, die vom Arzt als außenstehendem Experten behandelt werden. Weiterlesen

Praxis als Forschung

Piagets Konzept des „kognitiven Unbewussten“ bildet die Grundlage für unsere Deutung der Tatsache, dass wir von einem Patienten immer mehr wissen, als wir bewusst formulieren können. Weiterlesen

Für den klinischen Alltag

20 Jahre AIM - Jubiläumstagung in der Rehaklinik Glottertal. © Sven Eisenreich

Wie also muss man sich Integrierte Medizin im klinischen Alltag vorstellen? Es beginnt mit der Frage: „Wie kann ich die Probleme dieses Patienten unter dem Aspekt seiner bio-psycho-sozialen Einheit verstehen“? Weiterlesen

Zur Theorie

Grundlegende Paradigmawechsel

In den letzten Jahren haben sich – auch von der wissenschaftlichen Öffentlichkeit meist unbemerkt – einige grundlegende Paradigmawechsel vollzogen, die damit zusammenhängen, dass die Physik als Leitwissenschaft der Naturwissenschaften allmählich abgelöst wird durch Biologie und Medizin“ (Cramer 1996). Weiterlesen

Wissenschaft

Wenn Wissenschaft nicht die Aufgabe hat, eine „objektive Realität“ zu enthüllen, müssen wir sie und ihre Aufgabe neu definieren, d.h. wir müssen formulieren, wozu wir sie benötigen: Wissenschaft soll Schemata für Handlungen entwerfen, die zum Erfolg der Handlungen führen. Weiterlesen

Sprache und Wissenschaft

Die Begriffe jeder Wissenschaft sind von der Sprache erzeugt. Weiterlesen

Glossar, Terminologie, Terminus, Theorie

„Glossar“ ist nach Duden (1990) eine Sammlung von „Bezeichnungen für erklärungsbedürftige Wörter“1. Diese Wörter sind Bestandteile einer „Terminologie“, die „Teil des Wortschatzes einer gegebenen Sprache ist, die hauptsächlich durch ein … Weiterlesen

Begriff

Ein Glossar als Sammlung erklärungsbedürftiger Begriffe muss mit einer Definition des Terminus „Begriff“ bzw. mit einer Darstellung der Funktion beginnen, die „Begriffe“ für unser Wahrnehmen, unser Denken und Handeln haben. Weiterlesen

Fantasie und Intuition

Der Begriff Fantasie kommt von dem griechischen Wort phainestai („in Erscheinung treten“ oder „erscheinen lassen“). Weiterlesen

Umwelt, Wirklichkeit und Realität

J. v. Uexküll, der diesen Begriff für die Biologie – zunächst für die Tiere – entwickelt hat, wird nicht müde zu betonen, dass der Beobachter eines Lebewesens sich darüber Rechenschaft geben muss, dass die „Welt“, die das Lebewesen wahrnimmt und auf die es reagiert, nicht die Welt des Beobachters, sondern eine Welt ist, die das Lebewesen mithilfe seiner Rezeptoren und Effektoren für seine Probleme konstruiert. Weiterlesen

Konstruktivismus, Semiotik und Systemtheorie

Neuer Börneplatz in Frankfurt: Ein Platz, viele Zeichen, viele Bedeutungen. © Sven Eisenreich

Wissenschafts- und erkenntnistheoretisch ergeben sich drei Konsequenzen, die unser bisheriges Wirklichkeitsverständnis revolutionieren: Weiterlesen

Moralische Einbildungs- oder Vorstellungskraft

Dostojewski's Roman Schuld und Sühne. © Sven Eisenreich

Ginzburg (1983) rät Jugendlichen, die Geschichte studieren wollen: Weiterlesen

Individuum und Realität

Der Begriff Individuum kommt von dem lateinischen Wort „dividere“ (teilen bzw. ein Ganzes in Teile zerlegen) und ursprünglich bedeutet „individuum“ „das Unteilbare“ oder „das Ganze“ oder „das Einzelding“. Piaget spricht im Zusammenhang mit dem Begriff „Bedürfnis“ von „momentan unvollendeter Ganzheit, die nach Vollendung trachtet“. Weiterlesen

Indizienwissenschaften

Fußspuren als Indiz für Gewesenes. © Sven Eisenreich

Ginzburg (1983) unterscheidet zwei Formen von Wissenschaft, die er die „Galilei’schen Wissenschaften“ und die „Indizienwissenschaften“ nennt. Die Bedeutung der Unterscheidung dieser zwei Formen von Wissenschaft ergibt sich aus der Einsicht, dass Wirklichkeit nicht vorliegt, sondern konstruiert werden muss. Weiterlesen

Theorie, Paradigma, Syntagma und wissenschaftliche Revolution

Ein Paradigma ist eine Theorie (Art des Schauens), die sich in einer bestimmten wissenschaftlichen Disziplin zur Lösung aktueller Probleme besser bewährt hat als mit ihr konkurrierende Theorien (Kuhn 1973). Weiterlesen

Syntagmawechsel in der Medizin

Die Bedeutung des Syntagmawechsels für die Medizin: „Subjekt“ und „Objekt“ – ein Beispiel

„Die Einführung des Menschen als Subjekt in die Medizin“, die V. v. Weizsäcker gefordert hat, setzt eine Definition des Begriffs „Subjekt“ voraus. Weiterlesen

Die Paradoxie der Subjekt- und Objektbegriffe

Inzwischen hat sich dieser Subjektbegriff nicht nur im umgangssprachlichen, sondern auch im kritisch reflektierten Gebrauch unserer Sprache[1] weitgehend durchgesetzt: Objekte werden als Teile der Umwelt eines Subjekts von diesem für seine Bedürfnisse und Verhaltensmöglichkeiten „in Form gebracht“[2] . Weiterlesen

Die Lösung der Paradoxie

Die Systemtheorie und das Modell der „trivialen“ und „nicht-trivialen“ Maschine (H. v. Foerster)

Die Auflösung der Paradoxie der zwei Subjekt- und Objektbegriffe gelingt der Systemtheorie: Sie kann feststellen, dass die widersprechenden Begriffe verschiedenen System-Ebenen angehören. Weiterlesen

Integrierte Medizin

Subjekte haben eine Geschichte, in der sie zu dem geworden sind, was sie in der Gegenwart darstellen. Man kann das auch dadurch ausdrücken, dass man sagt: „Subjekte sind ihre Geschichte.“ Weiterlesen